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Das Nähen

So, nun geht es endlich mit dem Nähen los.

Das ist die Nähmaschine meiner Frau, damit werde ich versuchen, den Drachen fertigzustellen





Bevor das Nähen losgeht nehme ich eine Nachhilfestunde bei meiner Frau in Sachen Bedienung, Einstellung etc.
Wichtig ist die korrekte Spannung von Unterfaden und Oberfaden sowie die Stichbreite und Stichlänge. Für die Saumnähte entscheide ich mich für eine gerade Naht.

Zuerst sollen laut Anleitung alle äußeren Kanten gesäumt werden. Man nimmt also den Stoff, klappt ihn einmal um, ca. 1cm und... Mist, der Stoff bleibt nicht so umgeklappt wie erhofft. Also dann doch zuerst mit dem Nittotape festkleben





Damit geht es eigentlich problemlos. Nur beim Nähen verklebt nach einigen Zentimetern die Nadel, Und das ist nicht besonders schön. Abhilfe erfolgt mit Spülmittel, mit dem die Nadel dünn eingestrichen wird. Aber irgendwie muss es doch noch eine andere Variante geben? Ich erinnere mich an eine Beitrag im Drachenforum, dort wurde der UHU Powerblock angepriesen. Also fahre ich in den nächsten Baumarkt und kaufe mir diesen Kleber. Er lässt sich sehr gut anwenden, das Tuch wird dünn mit dem Kleber bestrichen, man wartet etwas 5 Minuten bevor man die Teile aufeinanderlegt. Korrekturen sind leichter möglich als mit dem Nitto-Tape. Jetzt das Ganze noch etwas trocknen lassen, in der Zwischenzeit kann man ja alle anderen Teile so bearbeiten.
Das Nähen geht ziemlich problemlos, ich konnte keine Verklebung der Nadel feststellen..


So werden alle Säume genäht. Das geht ja ziemlich einfach. Nach einer kleinen Phase der Eingewöhnung kann ich auch eine einigermaßen gerade Naht hinbekommen.





Nach der Saumaktion beschleicht mich ein richtiges Glücksgefühl. Sollte das Nähen wirklich so einfach sein?
Ich erlebe meinen Rückschlag ziemlich schnell. an einigen Stellen müssen mit 6 mm schmalen Band Schlaufen zur Aufnahme von Spanngummis aufgenäht werden. Oh je, das habe ich mit ganz anders vorgestellt. Die Bandteilchen sind ja nur wenige Zentimeter lang und richtig schmal. Die Dinger zur Schlaufe geformt und auf das Tuch gelegt klappt nicht. Also erst mal nur eine Seite der Schlaufe auf das Tuch aufnähen. Richtige Fuddelarbeit ist das für mich. Ich wähle wegen eine sehr kleine Stichlänge an der Maschine und verbringe mehr Zeit mit Einfädeln des Fadens und der Korrektur des verhedderten Unterfadens als mit dem Nähen. Spätestens nach den dritten Stich ist wieder alles verheddert. Mit viel Wut im Bauch und einer gehörigen Portion Enttäuschung verbringe ich einige Stunden mit dieser Art von Beschäftigung, bis ich die insgesamt 12 Schlaufen angenäht habe. Irgendwann verstelle ich einfach wieder die Stichlänge an der Maschine und erstaunt stelle ich fest, dass dann alles besser geht. Ich nähe also mehr schlecht als recht die Schlaufen irgendwie zusammen, sie halten





Ich denke, zukünftig werde ich auch über Alternativen wie einfache Verstärkungen und Hohlnieten zur Aufnahme der Abspanngummis nachdenken. Aber ok. das ist mein erster Versuch, ich halte mich an die Bauanleitung.

Jetzt kommen die gelben Kiel-Teile dran. Zuerst müssen die Bahnen zu einem Kreis geschlossen werden, Ich verklebe die Tuchränder miteinander und wähle den Zick-Zackstich als Naht. Der gelingt wieder auf Anhieb, zwar optisch absolut verbesserbar, aber er gelingt.






Zuletzt werden noch die Verstärkungen mit den D-Ringen zur Aufnahme der Waageschnüre angenäht. Auch hier kommt eine 10mm breites Band zum Einsatz. Ich weiß jetzt aber, dass ich die Stichlänge nicht zu kurz einstellen darf und es gelingt mir, die vier D-Ringe einigermaßen ordentlich anzunähen.

Nach soviel Aufwand, Schweiß, Ärger kommt jetzt doch wieder Ruhe auf und eine Zufriedenheit, die Schwierigkeiten gemeistert zu haben. Jetzt müssen alle Teile "nur noch" zusammengenäht werden. Aber das kommt später.




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